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SZÉKLER-GULASCH

NACH KÁROLY GUNDEL (1883 -1956)

Zutaten (für 4 Personen):
500 g Schweinefleisch, in Streifen geschnitten
500 g Sauerkraut gekocht, ohne Gewürze
50 g Schweineschmalz
3 Zwiebeln, gehackt
1 rote Peperoni, in Streifen geschnitten
1 Esslöffel Gewürzpaprika mild
2 Esslöffel Kümmelsamen, gemörsert
2 Teelöffel Maispuder (Maizena)
Salz
½ Liter Bouillon
2 dl Sauerrahm
Dill (frisch oder getrocknet) 

Zubereitung:
Das Sauerkraut wässern und abtropfen lassen. Zur Seite stellen.
Die Zwiebeln im Schweineschmalz glasig dünsten.
Hitze herunter schalten und Paprika sowie die zerstossenen Kümmelsamen unterrühren. Dann das Fleisch beigeben, salzen und alles ca 5 Minuten weiter rösten lassen.
Mit etwas heisser Bouillon ablöschen, und hin und wieder etwas hinzu geben, so dass alles leicht köchelt. Beginnt das Fleisch weich zu werden, die in Streifen geschnittene Peperoni begeben und fertig schmoren. Nun das (bereits gekochte un gewässerte) Sauerkraut unterrühren und alles wieder erhitzen.
Zum Schluss das Maizena mit dem Sauerrahm und etwas Schmorsaft anrühren und damit alles binden. Kurz aufkochen lassen.
Servieren und mit etwas fein geschnittenem Dill bestreuen.

Das Széklergulasch kann auch aus Schweinskotelett, Schweinsfilet oder Schweinebauch zubereitet werden und schmeckt aufgewärmt ausgezeichnet.

Benannt wurde das Gericht nach József Székely (1825-1895), Schriftsteller, Dichter, Journalist, Archivar und Politiker, der zu dieser vorzüglichen Speise inspirierte. Es handelt sich nicht um ein echtes Gulaschgericht. Das Széklergulasch wird gehaltvoller zubereitet, ist aber suppiger als ein Pörkölt. Ursprünglich bestand es aus dreierlei Fleischsorten, heute nimmt man im allgemeinen nur Schweinefleisch.