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Zahnweh

Robert Schumann (1810 – 1856)

Video von  bert muzieklexicon

Englischer Text von Robert Burns (1759 – 1796)
Deutsche Übersetzung von Wilhelm Christoph Leonhard Gerhard (1780 – 1858)

Wie du mit giftgem Stachel fast
Die Kiefern mir zerrissen hast
Mein Ohr durchdröhnet ohne Rast
Dein Marterstich.
Du bist der Nerven Pein und Last:
Fluch über dich!

Stellt Fiebers Glut und Frost sich ein,
Zwickt Rolik, reisst’s in Mark und Bein,
Mitleid und Trost wird uns verleih’n
Des Nachbar’s Herz;
Du aber fügst zu Höllenpein
Noch Spottes Schmerz!

Mir träufelt Speichel über’s Kinn,
Die Sessel schleudr‘ ich her und hin;
Um’s Feuer tanzt mit lustgem Sinn
Die kleine Brut,
Ein Schwarm von Hummeln – ach, ich bin
Wahnsinn und Wut!

Von allen Plagen auf der Welt,
Missrathenen Ernte, wenig Geld,
Der Schurken Zunft, die Netze stellt
Mit List und Fleiss,
Und dem, was Freud‘ uns sonst vergällt:
Trägst du den Preis!

Aus jenem Pfuhl, der Hölle heisst,
Wo der Verzweiflung Jammer kreisst,
Und jede Furie Satan preist,
Zahnweh, fürwahr!
Bist du der grösste Plagegeist
Der ganzen Schaar.

O Schwefelhaupt im Glutpalast,
Der du die Qual geboren hast,
Und willst, dass Nebel und Morast
Auf heitrer Bahn weh‘;
Gieb Jedem, der Alt-Schottland hasst,
Ein Jahr lang Zahnweh!