Schlagwort-Archive: Hund

Beethovens Elegie auf den Tod eines Pudels

https://www.youtube.com/watch?v=QJOQ2NSa4fw

Video von Wolfgang Amadé Mozart

Der Poet der 1787 entstandenen „Elegie auf den Tod eines Pudels“  ist unbekannt. Das Gedicht umfasst acht Strophen:

(Maestoso)
Stirb immerhin, es welken ja so viele
der Freuden auf der Lebensbahn.
Oft, eh‘ sie welken in des Mittags Schwüle,
fängt schon der Tod sie abzumähen an.

Auch meine Freude du! dir fließen Zähren,
wie Freunde selten Freunden weihn;
der Schmerz um dich kann nicht mein Aug‘ entehren,
um dich, Geschöpf, geschaffen mich zu freun.

Allgeber gab dir diese feste Treue.
dir diesen immer frohen Sinn;
Für Tiere nicht, damit ein Mensch sich freue,
schuf er dich so, und mein war der Gewinn.

Du warst so rein von aller Tück‘ und Fehle
als schwarz dein krauses Seidenhaar;
wie manchen Menschen kannt‘ ich, dessen Seele
so schwarz als deine Außenseite war.

Oft, wenn ich des Gewühles satt und müde
mich gern der eklen Welt entwöhnt,
hast du, das Aug‘ voll Munterkeit und Friede,
mit Welt und Menschen wieder mich versöhnt.

Trüb sind die Augenblicke unsers Lebens,
froh ward mir mancher nur durch dich!
Du lebtest kurz und lebtest nicht vergebens;
das rühmt, ach! selten nur ein Mensch von sich.

(Andante ma non troppo)
Doch soll dein Tod mich nicht zu sehr betrüben;
du warst ja stets des Lachens Freund;
geliehen ist uns alles, was wir lieben;
kein Erdenglück bleibt lange unbeweint.

Mein Herz soll nicht mit dem Verhängnis zanken
um eine Lust, die es verlor;
du, lebe fort und gaukle in Gedanken
mir fröhliche Erinnerungen vor.

Text via capriccio-kulturforum

Mozarts kunstreicher Hund – Pimperl & Co.

schwester mozart pimperl

Bild via it.paperblog.com

Eine große Rolle im Leben der Familie Mozart spielte zunächst einmal eine Hündin namens Pimperl. Dabei handelte es sich um einen Foxterrier, der in den Briefen auch foxel, bimpes, Miß Pimsess, Pimmperl, miss pimpes, Bimperl, bimbel und Pimpes genannt wird. Da der Hund dutzende Male in den verschiedensten Zusammenhängen erwähnt wird, scheint er fast so etwas wie das fünfte Familienmitglied gewesen zu sein. Dafür spricht auch, dass Nannerl ihrem Bruder des öfteren den Spitznamen Pimperl gab.

Um Pimperl – den Hund – kümmerte sich jeder im Hause Mozart und selbstverständlich war das Wohlergehen des Hundes auch immer wieder Thema in den Reisebriefen. So ließ Mozarts Mutter im September 1777 aus München der Dienstmagd „thresel“ (= Therese Päncklin) ausrichten: „sie soll ihr die Zeit nicht lang werden lassen bis ich wider komme, und den bimpes fleisig brunzen führen.“ Und im Dezember 1780, als Wolfgang in München die Uraufführung des Idomeneo vorbereitete, schickte er nicht nur die üblichen Grüße an die Familie, sondern auch „dem Pimperl 1000 busseln“.

Zur Zeit Mozarts mussten Hundebesitzer freilich stets ein Auge auf ihre vierbeinigen Begleiter werfen, gab es doch in Salzburg ein Gesetz, wonach frei herumlaufende Hunde von so genannten „Hundeschlägern“ sofort einzufangen und zu töten waren. Auf der anderen Seite wurden Hunde aber im Bedarfsfall sogar medizinisch betreut und einmal notiert Nannerl in ihr Tagebuch, dass „ein hunds dokter von wienn“ eingetroffen sei. Wie aus einem Brief Leopold Mozarts an seine Tochter hervorgeht, dürfte Pimperl im Sommer 1784 gestorben sein, denn im August dieses Jahres fragt er: „Ist dir die Hundsseele des Pimpes nicht erschienen?“

In Wien hatte Mozart ebenfalls einen Hund, von dem nur der Name bekannt ist: Gauckerl, dessen Spitzname Schamanuzky war. Ob auch der Hund Buzigannerl Mozart gehörte oder ob dieses Tier bloß in seiner Fantasie existierte, wissen wir nicht. Diesem Hund widmete Mozart jedenfalls ein zwanzig Strophen langes Scherzgedicht mit dem Titel „Der kunstreiche Hund“.

 Aus: ALBUM/DER STANDARD, Printausgabe, 17./18.6.2006

Chopin: „La valse du petit chien“, Minutenwalzer

Video von WBUR

Die Pudelwelpen von George Sand sollen Chopin  zum „Minutenwalzer“, auch unter dem Namen „La valse du petit chien“ bekannt,  angeregt haben.  So wie ein junger Hund sich im Kreise dreht und versucht, den eigenen Schwanz zu fangen, so dreht sich das Hauptthema dieser Komposition ständig um den Ton as.

Frédéric Chopin selber soll einen Hund namens „Mops“ gehalten haben.