Tag Archives: Honig

Friedrich Hebbel in Reichenau

Ein Bild aus Reichenau
Friedrich Hebbel (1813-1863)
Auf einer Blume, rot und brennend, saß

Ein Schmetterling, der ihren Honig sog,
Und sich in seiner Wollust so vergaß,
Daß er vor mir nicht einmal weiterflog.
Ich wollte sehn, wie süß die Blume war,
Und brach sie ab: er blieb an seinem Ort;
Ich flocht sie der Geliebten in das Haar:
Er sog, wie aufgelöst in Wonne, fort!

Bienensegen

Lorscher_Bienensegen
Bild des Lorscher Bienensegens von WikimediaCommons.

Der Lorscher Bienensegen gehört zu den ältesten gereimten Dichtungen in deutscher Sprache. Der althochdeutsche Zaubersegen wurde im 10. Jahrhundert kopfüber an den unteren Rand einer Seite der apokryphen Visio St. Pauli aus dem frühen 9. Jahrhundert geschrieben. Das Manuskript entstand im mittel- oder oberrheinischen Raum und wurde ab etwa 900 im Kloster Lorsch aufbewahrt; dort dürfte der Eintrag des Bienensegens im 10. Jahrhundert erfolgt sein. Der Spruch sollte vermutlich ein schwärmendes Bienenvolk an einen Bienenstock rufen.

Weitere Informationen, Transkription und Übersetzung des Textes bei Wikipedia.