Riccardo Rognoni (um 1550 – 1620)

Riccardo Rognoni ist ein italienischer Komponist, Violinist und Flötist. Er lebte in Mailand und ist das erste erwähnte Mitglied einer bekannten Musikerfamilie der Renaissance und des Frühbarock. Er verfasste eine der frühesten bekannten Violinschulen. Man schreibt ihm zu, dass er die Violine vom Tanz und Straßeninstrument an den Lombardischen Hof brachte. Zu seinen bekanntesten Schülern zählen seine beiden Söhne Francesco Rognoni und Giovanni Domenico Rognoni. Die Familie wurde 1605 durch den kunstliebenden König Sigismund III. Wasa von Polen, in deren Diensten sie standen, geadelt und trugen seither den Beinamen Taeggio

Von seinen Werken sind heute lediglich seine „Passagi“ und ein Werk aus seinem Il primo libro della musica a due voci (Mailand, 1598) bekannt. Er war zudem der Verfasser einer Diminutionslehre.

Ein Ensemble der Schola cantorum basiliensis spielt: