Kabissalat mit Walnüssen

Zutaten:

1/2 Kabis (Weisskohl), in feine Streifen geschnitten
2 Schalotten oder Zwiebeln, fein geschnitten
1-2 Esslöffel Kapern
50 g Walnusskerne
1 Bund glatte Petersilie

Geschnittenen Kabis und die Zwiebeln in einer grossen Pfanne im Öl ca 5 Minuten unter häufigem Wenden dünsten. Abkühlen lassen.
Nüsse hacken. Petersilieblätter abzupfen und hacken.

Eine Mayonnaise herstellen: 1 Ei, 1 Esslöffel Weisswein, Senf und 1 Esslöffel Essig miteinander mit dem Mixer gut mischen, Öl im feinen Strahl dazugeben, gut rühren, bis die Sauce dicklich wird. Kapern hacken und dazugeben. Die Mayonnaise mit Salz und Pfeffer würzen.

Den lauwarmen Kabis mit den geschnittenen Zwiebeln mit der Sauce vermischen. Vor dem Servieren die gehackten Nüsse sowie die fein geschnittene Petersilie zum Kabissalat geben und unterziehen.

 

Bild : Kabisköpfe (wiki)

 

Die Nuß und die Katze

Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
Eine Fabel.

»Gewiß, Herr Wirt, dies Obst ist nicht für meinen Magen.
Denn wenn ich mir, es frei zu sagen,
Ja eine Baumfrucht loben muß,
So lob ich mir die welsche Nuß.
Die schmeckt doch noch! – Bei meiner Treu!
Der zartste Apfel kömmt der Nuß, der Nuß nicht bei.«
Ein Kätzchen, das der Wirtin Liebe
Nie mit Gewalt zum Mausen triebe,
Und itzt in ihrem Schoße saß,
War schlau, vernahm und merkte das.
»Was?« dacht es, »eine Nuß soll so vortrefflich schmecken?
Halt! diese Wahrheit soll mein Maul gleich selbst entdecken.«
Es sprang vom Schoße weg, und lief dem Garten zu.
Nu, Katze, nu, wie dumm bist du!
Der schönen Chloris Schoß um eine Nuß zu lassen?
Wärst du ein junger Herr, wie würde sie dich hassen!
Nein, Schönen, räumet mir nur diesen Ort erst ein;
So wahr er mich ergetzt, ich will kein Kätzchen sein.
Doch dieses sag ich nur so im Vorübergehen.
Horcht! ich erzähle fort. Beim Garten blieb ich stehen?
Nicht? Ja. Wohl gut. Hier fand der Katze Lüsternheit
Beim nächsten Nußbaum nun, worauf sie sich gefreut.
Wollt ihr etwan ein Bild zu meiner Fabel malen:
So malt die Nüsse ja noch in den grünen Schalen,
Die unsre Katze fand. Darauf kömmt alles an.
Denn als sie kaum darein den ersten Biß getan,
So schnaubt und sprudelt sie, als wenn sie Glas gefressen.
»Dich«, spricht sie, »lobt der Mensch: so mag er dich auch essen.
Oh! pfui, was muß er nicht für eine Zunge haben!
An solcher Säure sich zu laben!«
O schweig nur dummes Tier!
Du schmähst zur Ungebühr,
Du hättest auf den Kern nur erstlich kommen sollen,
Denn den, die Schale nicht, hat Lydas loben wollen!L.

Gotthold Ephraim Lessing

Confiture de Lait

„Konfitüre“ aus Milch – ungewöhnlich !

1 Liter Vollmilch
500 g Zucker
2 Vanillestengel
(etwas Zimt nach Belieben)

Milch und Zucker in eine Pfanne geben. Vanillestengel aufschlitzen, das Mark in die Milch schaben und die Stengel beifügen. Unter ständigem Rühren langsam aufkochen. Bei kleiner Hitze ca 90 Minuten köcheln, bis die Milch cremig geworden ist. Immer wieder Rühren, vor allem dann, wenn die Milch langsam beige-braun wird. Die Creme darf nicht auskristallisieren, sonst gibt es nicht eine glatte Konfitüre, sondern einen gekörnten Caramel.
Anschliessend im Eiswasserbad kalt rühren. Durch ein Sieb giessen und ganz erkalten lassen.
In ein Einmachglas füllen und gut verschlossen kühl lagern (ca 3 Monate haltbar):

Bild : Dulce de Leche (Wiki)

Rahmkuchen (Gâteau à la crème)

Spezialität aus der französischen Schweiz (Romandie)

250 g geriebener Teig (Mürbeteig)
2 dl Rahm
1 Esslöffel Mehl
4 Esslöffel Zucker
Zimt, nach Belieben

Ein Kuchenblech mit dem Teig auslegen. Leicht, aber häufig bestechen.
Den Teigboden mit Mehl, Zucker und Zimt bestreuen. Den Rahm darauf leeren.
In den mittelheissen Ofen (220 Grad) schieben und rund 30 Minuten backen. Den Backprozess überwachen und sich bildende Blasen sofort einstechen.

Bild: Château de Chillon (wiki)

Blog und Webseite von Marianne C. Briner Lavater

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